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Sonntag, 31. Januar 2010

Es ist natürlich gemein,

sich über Oettinger lustig zu machen. Immerhin will er jetzt weitere Nachhilfestunden nehmen. Schön finde ich aber, dass er zu seinem Dialekt steht. Recht so, Herr Oettinger. Sie können alles, außer Hochenglisch!

Man könnte natürlich jetzt noch über zwei Sachen nachdenken: Über den Charakter eines Politikers, der gefordert hatte, dass jeder Englisch können muss, es aber selbst nicht konnte, und über die Jobanforderungen von Spitzenpolitikern. Aber das machen wir jetzt nicht. Gell?

Samstag, 30. Januar 2010

Wie die 108er-Form im Yang-Stil

aussieht, wissen wir alle. Aber jetzt kommt die wichtige Ergänzung von Matthias: Wie oft ist welche Figur darin enthalten:

1x Anfang (Das Chi wecken, Tai Chi-Bogen)
8x Den Vogel am Schwanz ziehen
10x Peitsche
3x Hände heben, Ellbogenstoß, Abwehr rechts
3x Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus
7x Knie streifen links
2x Die Pi Pa spielen
2x Knie streifen rechts
8x Hammerschlag
1x Abwehr links, Fauststoß rechts
3x Zurückweichen und Schieben
3x Hände kreuzen
2x Den Tiger umarmen und auf den Berg treiben
1x Faust unter dem Ellbogen
5x Rückwärtsaffe rechts
3x Rückwärtsaffe links
2x Diagonal fliegen (rechts)
2x Nadel sinkt zum Meeresboden
2x Den Fächer ausbreiten
1x Drehung und Hammerschlag
4x Diagonal fliegen (links)
3x Wolkenhände (4. 3, 2 Schritte nach links)
2x Das Pferd streicheln
1x Kick rechts (Kante)
1x Kick links (Kante)
2x Drehung und Kick links (Ferse)
2x Schritt nach vorn und Fauststoß nach unten
2x Kick rechts (Ferse)
1x Den Tiger stoßen (links)
1x Den Tiger stoßen (rechts)
1x Block links und Kick rechts (Ferse)
1x Den Phönix an den Ohren ziehen
2x Die Mähne des Wildpferdes teilen (rechts)
1x Die Mähne des Wildpferdes teilen (links)
2x Edle Jadeprinzessin am Webstuhl (links)
2x Edle Jadeprinzessin am Webstuhl (rechts)
2x Kriechende Schlange
1x Der goldene Hahn steht auf einem Bein (rechts)
1x Der goldene Hahn steht auf einem Bein (links)
1x Stoß mit der linken Hand
1x Drehung und Kick (Ferse)
1x Schritt zu den 7 Sternen
1x Schritt zurück, um den Tiger zu reiten
1x Drehung, Lotuskick
1x Den Tiger erschießen
1x Ende Tai Chi


Matthias nennt das Tai Chi für Erbsenzähler. Aber das wäre jetzt ein für allemal erledigt. Danke!

Ah! Darauf habe ich gewartet:

Meyer grüßt! Nämlich Schiller. (Besitzer des genialen Buches Unser Goethe wissen, was ich meine.)

Freitag, 29. Januar 2010

Hab gerade

ein neues Wort gelernt: fadisieren. "Er hat sich im Büro fadisiert." Passender wäre noch, um den Krimikontext mal herzustellen: "Er hat sich beim Romanlesen fadisiert." Ich auch wieder. Rezension folgt. Auch ein Isländer...

Der wunderbare Filmblog

von Thomas Klingenmaier ist jetzt leider, nach langem Schweigen, gänzlich offlinisiert worden. Ich hoffe, er kommt mal wieder. Ich fand's immer sehr schön, auch weil er z.B. Comics besprochen hat und auf die Filme schön ausführlich besprochen hat.

Jetzt bin ich nur gespannt,

ob es neue Bücher gibt, die er angeblich geschrieben hat und im Safe versenkt. Würde mich ja sehr freuen: Salinger ist gestorben! Und der hat nicht nur The Catcher in the Rye geschrieben, sondern auch die wundervollen Geschichten um die Glass-Familie. Franny and Zooey, Hapworth 16, 1924, Raise High the Roof Beam, Carpenters and Seymour: An Introduction und die fabelhaften Nine Stories.

Der Spiegel berichtet: Eine ehemalige Geliebte etwa wusste von zwei fertigen Büchern zu berichten. Immer her damit!

Nachtrag:
Thomas Klingenmaier schreibt heute in der Stuttgarter Zeitung (weiß nicht, ob's das online gibt) einen sehr schönen Nachruf: Nun hat die Jagd ein Ende. Der Versuch, doch noch ein neues Foto von ihm zu bekommen. Das öffentliche Herumstochern im Privatleben eines Mannes, der sich aus der Öffentlichkeit so jäh und konsequent zurückgezogen hatte, dass der Abtauchversuch ihn fast berühmter machte und vermutlich faszinierender hielt als sein wahrlich nicht glanzloses Werk.

Dienstag, 26. Januar 2010

Wenn man ganz sicher sein will,

dass ein Regionalkrimi auch alle erreicht, macht man's am besten wie der Pendragon Verlag der in seiner neuen Pressemitteilung einfach alle Orte auflistet, alle Tatorte:

der Libori in Paderborn,
die Cranger Kirmes,
der Wilbaser Markt in Blomberg,
die Glückstalertage in Brackwede,
der Pollhans in Schloß Holte,
die Detmolder Andreasmesse,
Sünne Peider in Versmold,
der Frühjahrssend in Münster und
der Bielefelder Leinewebermarkt, wo der Showdown stattfindet.

Montag, 25. Januar 2010

Glück als Staatsziel,

das finde ich gut. Nicht das Streben danach, wie, glaube ich, in den USA, das allen Bürgern garantiert wird, sondern das Glück selbst. Wo? In Bhutan: Nicht statistischen Größen wie dem Bruttoinlandsprodukt sei man politisch verpflichtet, äußerte Bhutans damaliger König Jigme Singye Wangchuck 1974 in einem Interview mit der "Times" eher beiläufig, sondern dem "Gross National Happiness", zu Deutsch "Bruttonationalglück". Was für europäische Ohren ein wenig nach Pekingoper klingt, nach verordnetem kollektiven Frohsinn, war ursprünglich als buddhistische Anti-These zu der in der westlichen Welt vorherrschenden Jagd nach mehr Effizienz, höherer Produktivität, höherem Profit gedacht. Im Zentrum der Politik soll das Glück des Einzelnen stehen, das sich nicht materiell definieren lässt. So muss sich jede öffentliche Investition, jede politische Gesetzesänderung daran messen lassen, ob sie tatsächlich dem Allgemeinwohl dient - und nicht einem abstrusen Wachstumsmantra.

Freitag, 22. Januar 2010

Unwort des Jahres

soll das Wort "betriebsratsverseucht" sein. Wirklich nicht schön.

Und dann noch dies: Keine Reaktion kam zunächst auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), deren Formulierung „Flüchtlingsbekämpfung“ die Jury neben dem Unwort als „dramatischen sprachlichen Fehlgriff“ rügte. „Wenn Merkel klug ist, sagt sie gar nichts“, sagt Schlosser. Denn häufig habe erst eine empörte Reaktion auf das „Unwort“ zu langen Diskussionen geführt, so etwa, als die Jury 1993 den Ausspruch von Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) „kollektiven Freizeitpark“ als sprachlichen Missgriff kritisiert hatte.

Apropos Merkel: Unter den 982 verschiedenen Vorschlägen für das Unwort war Schlosser zufolge auch „Merkeln“ für Nichtstun.

Besuch

beim Arbeitsamt, zum erstenmal in meinem Leben. Da ist man ja auf alles gefasst, nach den Erzählungen, die man so hört. Schönerweise waren sie alle nett und hilfsbereit. Dass sie mir nicht helfen können, wusste ich aber schon vorher. Und sie selbst wussten es auch. Meine Beraterin meinte, dass sie eigentlich nach der ersten Seite erwartet hatte, beim Umblättern das Kreuz in der Rubrik "bittet um Beratungsgespräch für Selbständigkeit" zu finden. Noch nicht, Frau Zimmer, noch nicht. Ende des Jahres bin ich so weit.

Dienstag, 19. Januar 2010

War Wilhelm Busch ein Daoist?

In Xiaomos Poesiealbum steht jedenfalls der Spruch:

Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern voll beglücken.
Schenkt sie uns einen Sommertag,
so schenkt sie uns auch Mücken.

Montag, 18. Januar 2010

Und das geht gleich

gar nicht: rappende Zen-Mönche. Die haben doch den Rappel! Das heilige Zen! Das ist doch was Ernstes. Da darf man doch keinen Spaß haben. Wer Spaß haben will, soll gefälligst Daoist werden. Dann kann er sich in den Wald oder in die Goldgrube legen und den ganzen Tag Späßekens machen. (A propos: wann ist in Meeeenz eichentlich Fasching dieses Jahr?)

Genau:

dpr sagt's, wie's ist: Die Mehrheit aller Krimis zu allen Zeit war schlichtweg SCHLECHT. Genauso wie die Mehrheit aller sogenannten »anspruchsvollen Romane«. Zusammengepfuschtes, schnell konsumiertes und noch schneller vergessenes Zeugs, Schutthalden, unter denen aber stets so manche Kostbarkeit verborgen war. Und zwar auf der Krimi-Couch.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Zwei

nicht so besinnliche Zen-Blogs habe ich jetzt noch gefunden: Gui Dos Asso-Blog mit dem Untertitel Kommentare eines Zen-Rüpels zur Buddha-Lehre und zum Leben in der Welt, was eine treffende Beschreibung ist, und SoGens ZenSplitter mit dem ebenso passenden Untertitel Irrelevante Tiraden eines schlampigen Bodhisattva. Beides Blogs von Zen-Praktikern, die trotzdem ihr Hirn nicht ausschalten.

Dienstag, 12. Januar 2010

Das Foto

ist dämlich, die Umschläge (neudeutsch: Cover) sind schrecklich und geschmacklos, aber das Interview selbst ist sehr erhellend und interessant und differenziert. Äh, mit Frank Nowatzki, dem Pulp-Master-Verleger. Danke, dpr.

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Lesebefehl (-empfehlung)

A.L. Kennedy: Was wird Wagenbach Verlag --------------------------------------------- Shaun Tan: Die Fundsache. Carlsen Verlag --------------------------------------------- Brigitte Kronauer: Zwei schwarze Jäger. Verlag Klett-Cotta --------------------------------------------- Loisel / Tripp: Das Nest. Carlsen Verlag --------------------------------------------- Christian Geißler: Wird Zeit, dass wir leben. Rotbuch Verlag. vergriffen --------------------------------------------- Yijing. Theseus Verlag. vergriffen Hat jemand ein Exemplar für mich?

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