wieder mal nicht schafft, muss ich es doch wohl noch selbern nachtragen: Wie jeden ersten Freitag besprach auch heute Thomas Klingenmaier in der Stuttgarter Zeitung Krimis, kurz und präzise. Und zwar: Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt. Pendragon / Garry Disher: Beweiskette. Unionsverlag / Martin Walker: Bruno, Chef de police. Diogenes / Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn. Rororo TB / Eric Ambler: Der Fall Deltschev. Diogenes TB. (Alles wohl nur für Abonnenten online - ich hab's jedenfalls nicht gefunden.)
Walker: nicht ohne Überzeugungskraft
Borrmann erzählt diszipliniert, unaufgeregt, einsichtig.
Disher: Staunenswert ruhig, ohne alle Effekthascherei, nimmt er seiner fiktiven Polizeiwelt den letzten Rest beruhigender Verlässlichkeit.
Slupetzky: eine Studie von Mut und Zumutung, vom unerwartet Guten im schmucklosen Alltag, vom überrumpelnd Destruktiven in der vermeintlichen Sicherheit des kleinen Zivillebens.
Und Ambler zeigt, dass Sicherheit und Recht, die nicht für alle gelten, im Zweifel für niemanden gelten: ein höchst aktuelles Unterfangen.
Lobe, lauter Lobe. Schön.
Giorgione - 3. Jul, 22:57
ist dem anderen das Bücherbrett-Org. (Wobei ich nicht recht, weiß, wer oder was ein Org ist. Gab's da nicht mal was beim "Herr der Ringe"? Naja.) Oliver Gassner, ein unermüdlicher Arbeiter im Bücherberg des Herrn, startet demnächst ein
Autorenportal. Woso?
Es geht darum, Schreibenden eine Möglichkeit zu geben, eine zeitgemäße und kostenlose “Homepage” zu erzeugen, die sowohl deren Sichtbarket im Netz erhöht als auch Kommunikation mit Lesenden und anderen Schreibenden fördert. “Homepage” in Anführunsgzeichen, weil es sich sozusagen um die modernste Varinate davon handelt: Ein Weblog kombiniert mit einem “Social Network”.
Erklärungen dazu gibt es
hier, und er bittet alle Autoren, sich zu beteiligen.
Viel Erfolg!
Giorgione - 3. Jul, 19:39
Hat denn vielleicht einer meiner geschätzten Leser ein Exemplar des Yijing von Giafu Feng, erschienen im Theseus Verlag, braucht es nicht und würde es für etwas Geld abgeben? Oster
sucht. Ich suche auch. Aber wir brauchen nur eines. Danke.
Giorgione - 3. Jul, 10:04
den Unterricht macht, ist es gleich wieder anders. Nichts gegen Bruno, alles sehr gut, was er macht, guter Lehrer. Aber bei Bernhard bekommt alles, was er lehrt, eine ganz unglaubliche Leichtigkeit, Natürlichkeit und gleichzeitig Tiefe. Das ist dann schon unglaublich. Sehr schön, dass er wieder da ist. Jetzt aber raus zum Training.
Giorgione - 2. Jul, 05:30
und Himbeeren informieren möchte, über Camping und Capote, über Robotham und die Leiden einer frischen Bloggerin, der darf hier bei
Le Véro mal gucken. Auf, Anna, auf! Schreib mehr! Nicht nur zum Krimi!
Giorgione - 1. Jul, 19:25
Pina Bausch ist
auch tot. Vor vielen, vielen, bald dreißig Jahren habe ich in Münster mal einen sehr schönen Workshop mit ihr gemacht, viel Spaß gehabt, viel gelernt. Und die, die jetzt nachwachsen und berühmt sind, kenne ich z.T. gar nicht. Heute erzählte mir eine Kollegin von Helge Schneider. Den Namen kannte ich, aber ich habe ihn nie gesehen. Und habe auch nicht das Bedürfnis. So merkt man auch, wie die Zeit vergeht und man älter wird.
Giorgione - 30. Jun, 23:47
weil es noch nicht richtig läuft. Aber: Sie hat ein Blog!
Wenn's läuft, sage ich, wer und wo.
Giorgione - 30. Jun, 11:41
ist ja nun wirklich
Klasse. Bis auf diese kleinen Fliegen, die einen frühmorgens umschwirren und sich auf Mund und in Nase setzen wollen und in die Öhrchen krabbeln. Die kommen immer, wenn's gerade warm wird. Zöhkel, was macht man da? Und komm mir jetzt nicht daoistisch! Und sag nicht: Ganz einfach: noch früher trainieren, wenn die Fliegen noch schlafen. Nee, nee.
Giorgione - 30. Jun, 09:36
hat mir Volker gestern gezeigt. Auf
Worldmapper kann man sich angucken, wo auf der Welt die meisten Analphabeten sind, Ärzte arbeiten, Flugzeuglandungen, Gelbfieber, Callcenter, angeguckte Filme, Krankenhausbetten, oder "Home-Hours Women" und "Home-Hours Men" sind. Einfach auf
Index klicken.
Giorgione - 30. Jun, 09:30
The über-gloomy German version. Gibt's
in einem Artikel über Donald Duck und Dr. Fuchs. Gefunden bei Herrn
Damaschke.
Giorgione - 29. Jun, 00:49
muss ich das wohl melden: Jens Petersen hat den
Bachmannpreis gewonnen. Und
sonst: Den Kelag-Preis gewann Ralf Bönt, der 3sat-Preis ging an Gregor Sander, der Willner-Preis an Katharina Born. Den Publikumspreis bekam Karsten Krampitz. Das war's dann mal wieder.
Giorgione - 28. Jun, 18:39
denn ich habe im Yijing Nr. 15 gefunden: 谦
Giorgione - 28. Jun, 17:40
war nun wirklich der Erfinder des "Moon Walk"?
Genau.
Giorgione - 28. Jun, 14:28
the whole world. It is highly overrated". Rochester zu Jane Eyre.
Giorgione - 26. Jun, 21:16
führte Julia Schröder,
heute steht es in der Stuttgarter Zeitung. Auch ein Beitrag zu Krimikultur, denn es wird ein wenig darüber nachgedacht, was Krimi ist und kann:
Mein Interesse gilt ja dem Abstrusen und Grotesken in der Welt, und beides ist in diesen Konzernen massiv vorhanden. Mich beschäftigen freilich nicht bestimmte Firmen, sondern die Strukturen, die Strukturen von Macht, auch die Frage, inwieweit solche Unternehmen ein Eigenleben in unserer Gesellschaft führen. Ich habe den Eindruck, dass sie in einer völlig losgelösten Weise existieren. Ich beobachte das - und fühle mich eher an einen verschlüsselten, horriblen, assoziativen Film von David Lynch erinnert als an das, was ich in der Schule als doppelte Buchführung kennengelernt habe. Die Wirtschaft stellt sich gerne sehr sachlich dar, und ich sehe immer diese surreal anmutenden Geschehnisse. Sagt Herr Schorlau.
Und Herr Steinfest meint einmal:
Es ist nett, wenn man sich am Ende zurücklehnt und sagen kann, zumindest haben die Guten gewonnen. Dann reden wir aber nicht von Krimis, sondern von utopischen Romanen.
Giorgione - 26. Jun, 07:20
Er hat
geantwortet. Und hat sofort eine wichtige Idee:
Schon eine sehr interessante Unterhaltung wird es werden, sich über die Grundsätze zu vereinigen, nach welchen man die eingesendeten Schriften zu prüfen hat, wie über Gehalt und Form zu wachen, um diese Zeitschrift vor andern auszuzeichnen und sie bei ihren Vorzügen wenigstens eine Reihe von Jahren zu erhalten.
Krimikultur? Krimi-Jahrbuch? Man darf gespannt sein. Fortsetzung folgt...
Giorgione - 24. Jun, 18:31
gibt' s übrigens keine beim Bachmannwettrennen. Hat's, Anobella, du weißt doch sowas immer, schon mal welche gegeben? Außer Juli Zeh, die ja in allen Genres brilliert?
Giorgione - 24. Jun, 08:33
gibt es ein kleines
Feature in der Stuttgarter Zeitung über Anna Katharina Hahn, die gelesen hat, als Tellkamp dann den Preis bekam. Andere nicht. Sie auch nicht.
So recht kann und will sich die im Stuttgarter Süden lebende Hahn nicht mehr an ihren Auftritt erinnern. „Ich wurde ziemlich abgebürstet", gesteht sie, „das verdrängt man gern. Aber schön war es nicht, was mir die Jury an den Kopf geworfen hat." Punkt. Mehr kann und will sie dazu nicht sagen, weshalb man gezwungen ist, doch kurz das Archiv zu bemühen. Bei einem früheren Treffen war Hahns Erinnerung noch frischer. Damals gab sie auch zu Protokoll, mit welchem Schmähbegriff ihre Erzählung „Kavaliersdelikt" belegt wurde: mit „Germanistenprosa!" - und wer Klagenfurt kennt, weiß: „Germanistenprosa" kommt einer Hinrichtung gleich.
Wer war noch da:
Juli Zeh, Richard David Precht und Arno Geiger. Diese Namen nennt Hahn mit spürbarer Genugtuung. Alle drei Autoren nämlich hätten danach tolle Bücher geschrieben, alle drei wären aber von der Jury genauso kaltschnäuzig abgefertigt worden wie sie selbst. „Ob ein Text in Klagenfurt das Rennen macht oder nicht, sagt doch nichts über seine Qualität aus", meint Hahn.
Giorgione - 24. Jun, 08:07