Gedicht des Tages
Nacht unter Null
Drei Uhr morgens, die Nacht ist vollkommen still;
Schnee knirscht unter meinen Skiern federweiß auf den Kufen.
Ich halte inne am Abgrund des Canyons, schaue hinaus
über das Große Tal, über die Millionen -
im Bett, über Betrunkene, Liebende, die anlaufende Maschinerie, Schmelzöfen,
allein, wachsam, während die Welt ins Chaos rollt.
In den schwarzen Himmeln geht der Mond ins erste Viertel -
über die scharf umrissenen Silhouetten der Städte,
wo die Kälte liegt, kristallin und schweigend
eingeschlossen in den Bergen.
Kenneth Rexroth
Aus der wunderbaren Reihe Saxifraga des wunderbaren Verlags altaQuito, dessen Leiter ich noch aus der Töpferei im Schweger Moor kenne. Damals. Vor vielen, vielen Jahren.
Die Reihe kann man abonnieren (harbaum@gmx.de). Muss man sogar, wenn man die Literatur der Beats mag.
Drei Uhr morgens, die Nacht ist vollkommen still;
Schnee knirscht unter meinen Skiern federweiß auf den Kufen.
Ich halte inne am Abgrund des Canyons, schaue hinaus
über das Große Tal, über die Millionen -
im Bett, über Betrunkene, Liebende, die anlaufende Maschinerie, Schmelzöfen,
allein, wachsam, während die Welt ins Chaos rollt.
In den schwarzen Himmeln geht der Mond ins erste Viertel -
über die scharf umrissenen Silhouetten der Städte,
wo die Kälte liegt, kristallin und schweigend
eingeschlossen in den Bergen.
Kenneth Rexroth
Aus der wunderbaren Reihe Saxifraga des wunderbaren Verlags altaQuito, dessen Leiter ich noch aus der Töpferei im Schweger Moor kenne. Damals. Vor vielen, vielen Jahren.
Die Reihe kann man abonnieren (harbaum@gmx.de). Muss man sogar, wenn man die Literatur der Beats mag.
Giorgione - 17. Jun, 17:11