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Dienstag, 18. Juli 2006

Aufgabe des Kriminalisten?

Ich habe mich noch nie als Würgeengel gesehen, der hienieden den Auftrag hätte, dem Verbrechen den Garaus zu machen und Gerechtigkeit zu stiften. Ich beziehe mit knapper Not ein Gehalt - ein ziemlich mageres übrigens - und dafür versuche ich, die allseits herrschende Unordnung ein wenig in Grenzen zu halten, was hier in Indien wahrlich keine Kleinigkeit ist.

Sagt Josaphat Mencius Peabody. In: Patrick Boman: Peabody beugt das Knie. Zebu Verlag

Und wofür er das Knie beugt, sage ich nicht. Noch nicht.

Mal gucken,

wer's merkt. Gibt einen Sekt auf der Buchmesse. Nein, dpr, du kriegst schon einen. Zwei sind nicht drin. Vielleicht: un prosecco con una goccia di campari.

Arno Breker,

"Hitlers Lieblingskünstler", heißt es immer. In Schwerin gibt es jetzt eine Ausstellung zu seinem Werk. Aber anscheinend keine kritische, leider. Denn im Perlentaucher fand ich (aus der Süddeutschen):

Stefan Koldehoff ist gegen die geplante Schweriner Ausstellung von Arno Brekers Werk. Denn "Breker aufzuarbeiten, ist zur Zeit schlicht unmöglich, weil die nötigen Grundlagen dafür - Werk und Primärquellen - nicht zur Verfügung stehen." Das ist Brekers Witwe Charlotte vor. Zu ihren Archivschränken, "so berichtet ein an der Schweriner Ausstellung beteiligter Wissenschaftler, habe er keinen Zugang erhalten: 'Denen durfte ich mich nicht einmal auf zehn Meter nähern.'"

Da wäre ich auch lange aufgeblieben:

In der heutigen "Welt" steht, wie die Familie Grässlin zu ihrer Kippenberger-Sammlung kam:

Kippi blieb viele produktive Monate lang, ließ sich von Mutter Grässlin bekochen, okkupierte den heimischen Fernseher, etablierte ein eigenes Atelier - und kam immer wieder. Bald war das Enfant terrible der achtziger Jahre in den Kneipen vor Ort ein willkommener Stammgast, nur für seine Begleiterinnen aus der Familie Grässlin, fest verankert im Arbeitsrhythmus der elterlichen Firma, waren die St. Georgener Nächte manchmal zu lang. Kippi verstand es, sie zu ködern. Für jede überzogene halbe Stunde versprach er ihnen ein halbes Bild.

Obwohl Wiesbaden

im DU-Heft, auf der Karte eingezeichnet ist, suche ich einen Textbeitrag vergebens. Skandal! Wo's doch eine der Hauptstädte des zukünftigen deutschen Kriminalromans ist!

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