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Donnerstag, 20. Juli 2006

Da hat sich

ja der Kauf des html-Buches schon gelohnt: Nu weiß ich, wie man Leerstellen schreibt. Ha! (bisschen stolz auf mich)

Noch ein Pound:

In a Station of the Metro

The apparition     of these faces     in the crowd:
Petals     on a wet, black     bough.

(geschrieben 1913 oder 1914)

Gut ist das Wetter

auch für die Vorbereitung auf das diesjährige Buchmessenthema: Indien. Es hat genau die richtige Temperatur, um mit Mowgli durch den Urwald zu laufen, sich mit Peabody nach einem kühlen Getränk und viel Ruhe zu sehnen, mit Kamala Markandaya "Nektar in einem Sieb" zu sammeln, sich nach Bollywood zu träumen, und einmal wieder so richtig ausschweifende, ins Unendliche fabulierende Erzähler zu entdecken. Ich weiß noch, wie ich vor vielen Jahren das erste Buch von Amitav Ghosh las, "Das bengalische Feuer" muss das gewesen sein: Ich lag in Kenia am Strand und war hin und weg, und das über 500 Seiten lang.

Es ist schon verrückt,

kaum ist es mal vier Wochen lang Sommer, schon schreien alle: zu heiß!

Natürlich ist es heiß. Es ist ja schließlich Sommer. So wie früher. Natürlich muss man sich darauf einstellen (Anobella, die Schlaue, empfiehlt Fußbäder. Ich war heute in einem Bächlein, planschen, und habe auch eine Fußbadwanne herumstehen und alle Fenster offen und einen Fächer neben mir. Natürlich schwitze ich auch und bin ein klein wenig träger. Und? Macht man halt alles etwas langsamer. Und man schwitzt halt. Vielleicht ist es wirklich heißer als früher, Klimawandel und so. (Und natürlich rede ich nicht von den alten oder dicken oder kranken oder schwangeren Leuten - für die ist es wirklich nicht schön.)

Wie war's denn vor drei Monaten? Alle schrien: Zu kalt. Dann schrien sie alle: Zu nass!

Nee, Leute, Sommer ist Sommer. Ist da außer mir noch jemand, der sich freut, dass es endlich Sommer ist?

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