Dass der Perlentaucher inzwischen unverzichtbar geworden ist. Nicht nur wegen
Formulierungen wie
aspirin-plus-c-große Portionen eines Spitzenrestaurants. Sondern auch den perlenhaften Ausschnitt aus der Kritik:
Die filigranen Gerichte ('Seezunge gedämpft mit Petersilienaroma, Blumenkohlmousseline, Imperial-Kaviar und Sauce Colbert') sind in kühler, grafischer Sinnlichkeit auf Porzellan fotografiert wie Mädchenakte in weißgekachelten Badezimmern.
Giorgione - 23. Apr, 10:07
Heute ist der Tag des Buches. Und des Urheberrechts. Und des Bieres. Und mein Namenstag. Wenn das nichts ist.
Dass das Urheberrecht dazugehört, wird gerne vergessen. Schließlich will ja niemand die Geschäfte stören. Und da sind die Urheber oft doch ein wenig im Weg. Denn sie verlangen einfach zu viel: angemessene Beteiligung am Gewinn, angemessenen Lohn für Übersetzungen, angemessene Bezahlung für Illustrationen. Und dass man ihre Bücher auch pflegt. Dass man gut übersetzt. Dass man die Reihe auch schön der Reihe nach publiziert und nicht kreuz und quer wie im Unionsverlag von den beiden Schwestern Thran. Dass man die Bücher schön lieferbar hält und es einem nicht geht wie Lawrence Block, von dessen 70 Bücher nur zwei zu haben sind.
Und dass man ihnen ihre mühsam erarbeiteten Sachen nicht klaut und z.B. einfach ins Netz stellt. Bei Youtube denke ich immer darüber nach, ob das wohl alles rechtens ist, was da veröffentlicht wird. Ich zweifle. Jetzt gibt es Fernsehinterviews von Arno Schmidt, die dem WDR gehören. Die Arno-Schmidt-Stiftung hat sie auf einer DVD veröffentlicht. Und nun sind sie plötzlich auf Youtube zu sehen. Hat der Dieb für die Publikation an die Stiftung oder den WDR bezahlt ? Wohl nicht.
Giorgione - 23. Apr, 09:57