Freitag, 25. April 2008

Na ja.

Exit Music von Ian Rankin kommt im Herbst auch auf deutsch, Goldmann Manhattan.

Neuer Titel, genau der richtige für dpr.

Ich gucke gerade die Herbstvorschauen aus dem Hause Goldmann durch. Da finde ich genau das richtige Buch für dpr (und was für ein schöner Ankündigungstext):

Jack ist Übersetzer, und der Suche nach dem perfekten Wort gilt seine ganze Leidenschaft. Gemeinsam mit seiner Freundin Beth lebt er in einer kleinen Kirche am Rande von Sydney. Eines Tages entdeckt er in der Krypta ein altes Manuskript, verfasst in einer Schrift, die ihm gänzlich unbekannt ist. Fortan ist er besessen von dem Drang, das mysteriöse Dokument zu entziffern. Doch alsbald wird seine Recherche empfindlich gestört - denn all diejenigen, die mit dem Manuskript in Berührung kommen, geraten in tödliche Gefahr. Jack verstrickt sich immer tiefer in seine fieberhafte Suche nach Antworten und begreift erst im letzten Moment, dass er dabei ist, seine Liebe zu Beth seinem Wahn zu opfern… Ein junger Mann, der durch ein rätselhaftes Manuskript beinahe den Verstand verliert.

Klasse. Bei Page & Turner kommt anscheinend auch nur Mist diesen Herbst.

Eine witzige Geschichte

erzählt Bernd. Da gibt es eine Riesenauseinandersetzung in den Blogs von Tess Gerritsen: Das Buch einer Autoren (Herz- und Schmerzliteratur) wird bei Amazon von einer Leserin tendenziell ablehnend besprochen, die Autorin belehrt die Rezensenten, wie sie das Buch hätte lesen sollen und wie gewisse Cachedokumente andeuten, versucht die Autorin über Leser/Fans die Rezensentin in Misskredit zu bringen … wer will, kann es bei Dear Author oder bei GalleyCat nachlesen.

Tess Gerritsen schrieb auf ihrem Blog einen Eintrag über die Geschichte, wobei sie kund tat, dass sie die Sache vielleicht nicht gut heiße, aber die Emotion der Autorin verstünde; ferner schrieb sie den verfänglichen (mittlerweile von ihr abgeänderten) Satz “[...] But her [die Autorin, bk] major foolishness was that she got caught at it.“

Dieses ärgert nun die Leute bei Dear Author, und es entwickelt sich ein Ping Pong Spiel zwischen den Kommentaren bei Dear Author und jenen bei Tess Gerritsen.

Wer Zeit und den richtigen Humor hat, dem kann ich nur empfehlen, sich das anzutun. Musterbeispiel über die Eigendynamik von Kommunikationsproblemen, Missverständnissen, aufkeimenden persönlichen Beleidigungen usw. usf. im Internet: Etwas 400 Kommentare sind hin und her geflogen.
(Korrekturen von mir, GP)

Ja, das kann schnell passieren. Wer schreibt, wer sich persönlich äußert, wird schnell missverstanden. Das ist auch einer der Gründe, warum sich diese törichten Emoticons entwickelten, weil man damit klar machen kann, was man ironisch gemeint hat. Ganz, ganz schnell ist man beleidigt. Mir geht das auch manchmal so, wenn ich nicht weiß, ob dieser oder jener seine beleidigenden Ausdrücke nicht auch ironisch meint. dpr zum Beispiel konnte ich zunächst auch nicht einschätzen, inzwischen schon. (Da weiß ich nämlich, dass er einfach nur verletzend und beleidigend sein will - Ironie aus) Da bin ich nämlich auch ein Sensibelchen. Ebenso wie ich Verrisse an meinen eigenen Büchern nicht leiden kann, sondern darunter leide.

Nur, der Unterschied ist, und auch Bernd gibt diesen hilfreichen Tipp, dass ich nicht sofort, gekränkt wie ich bin, antworte. Sondern vielleicht was schreibe und die Antwort erst mal liegen lasse, bis sich die Kränkung etwas gelegt hat und ich wieder normal denken kann. Mache ich das nicht, wird's ein hübscher Teufelskreis. Und das gibt es ja bei Blog ziemlich häufig. Und auch bei Krimiautorinnen, die sich von negativen Rezensionen und Bemerkungen getroffen fühlen und dann aggressiv zurückbeißen. Zeugt nicht gerade von Überlegung und Souveränität.

Es gibt auch Foren, wo das ganz schnell passiert. Da sind dann immer ein paar Leute, die alles ganz genau und immer besser wissen. Trolle, die man nicht füttern sollte. Am besten ist es, man sperrt sie einfach.

Das andere aber ist, dass man doch einfach - und das ist ein hilfreicher Hinweis für alle Autorinnen - mal etwas genauer schreiben sollte. Schließlich ist das doch das Handwerkszeug eines Autoren, die schriftliche Äußerung. Und das sollte man beherrschen. Oder?

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