Literarischer Krimi? Pustekuchen. Michael Dibdin und Sardinien

Das soll ein literarischer Krimi sein? Wer ist denn auf diese Schnapsidee gekommen? Zwanzig Seiten hab ich's ausgehalten, dann hab ich das Buch entnervt zur Seite gelegt. Entweder ist es schlecht geschrieben oder schlecht übersetzt. Oder beides. Ich kann's nicht sagen.

Ein paar Beispiele dürften reichen:
"Mutter und Sohn warfen sich einen Blick quer durch den Raum zu, der von dem elektronisch konservierten Sonnenlicht eines Sommers, der nun seit mehr als drei Monaten vergangen war, beleuchtet wurde. Es war fast zwei Uhr morgens, und selbst in den Straßen von Rom herrschte Stille." Zum ersten Satz: Hä? Zum zweiten: "in den Straßen von Rom herrschte Stille"? In allen?

"Die Frau, die Zen das Leben geschenkt hatte, hätte jetzt genauso gut das Kind sein können, das er nie gehabt hatte, das von einem Albtraum aufgewacht war und getröstet werden wollte." Geht's noch umständlicher? (Der Held des Romans heißt Aurelio Zen...)

"Ihr Neid war so augenscheinlich wie ein schlecht sitzender Slip". Weio.

"Sämtliche Reserven von Burolo Costruzioni wurden auf dieses armselige Bauernhaus verwandt, das rasch bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde." (Oscar Burolo und seine Baufirma "Burolo Costruzioni".) Was heißt denn "sämtliche Reserven"?Barulo war und blieb ein reicher Mann.

"Als sein Blick auf den großen Spiegel über dem Kamin fiel, blieb er stehen, als ob die Person, die er dort sah, möglicherweise den Schlüssel zu dem in Händen hielt, was ihn irritierte." Blick auf den Spiegel? Oder in? Ansonsten ist es von hinten durch die Brust ins Auge.

Dass der Erzähler Chauvi-Sprüche draufhat wie "Seine Frau war ... genau die umwerfende Rassefrau, die ..." und Oscars Frau war "inzwischen in dem Alter ..., in dem die Kleidung der Frauen eher der Kaschierung als der Zurschaustellung diente"... - geschenkt.

"Bis Zen am Fenster war, hatte es (das Auto unten auf der Straße) längst den Bereich der Straße verlassen, der durch die geschlossenen Läden sichtbar war." Also: Ich kann durch geschlossene Läden gar nichts sehen. Bin ja nicht Superman mit Röntgenblick.

Das war Seite 26. Da hab ich dann aufgehört zu lesen.

Michael Dibdin: Vendetta. Aurelio Zen ermittelt in Sardinien. (da ist es wieder: "in Sardinien"...) Unions Verlag

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