Über Weblogs
schreibt Hanns-Josef Ortheil: Heute nämlich sitzen die Autoren und Dichter nicht mehr allein in ihrer Klause, sondern bewegen sich mit ihren Texten und Weblogs im Netz. Die Weblogs sind ins Netz gestellte Tagebücher, Notizen oder Werkstattberichte, die von jedermann eingesehen und kommentiert werden können. So nimmt der Leser gleichsam ungefiltert und zeitgleich an der Entstehung von Texten teil, die man nicht mehr als Botschaften aus einer Isolation, sondern als Elemente einer kommunikativen Strategie verstehen muss. Die Werkstatt von heute ist daher eher ein kollektives Projekt als die schalldichte Höhle von früher.
Giorgione - 27. Okt, 22:28
"Braver Zitierer"
...wobei das s o, wie Ortheil es darstellt, eben a u c h nicht stimmt.
Wahrscheinlich haben sie Angst
Allerdings sind natürlich nicht alle Dichter so. Es gibt ja doch ein paar Beispiele für Blogs von Autoren. Wenn ich auch zugeben muss, dass ich noch keines gefunden habe, was mich begeistert (habe aber auch noch nicht danach gesucht, allerdings ((Ausnahme? Anobella. Aber die ist ja erstens immer Zigaretten holen, und zweitens noch nicht Autoren. Hoffentlich bald.))
Und sein Satz vor dem von Ihnen ANH bespießten ist auch falsch: "So nimmt der Leser gleichsam ungefiltert und zeitgleich an der Entstehung von Texten teil, die man nicht mehr als Botschaften aus einer Isolation, sondern als Elemente einer kommunikativen Strategie verstehen muss." Der Leser nimmt ja gar nicht teil, und die Bücher sind ja auch immer Kommunikationsversuche. Ist mir alles etwas zu ungenau.