Tatsächlich l ä ß t sich da an der Werkstatt teilnehmen, auch kommentierend, und nicht selten gingen solche Kommentare in den Text selber ein. In theoretische Überlegungen sowieso. Ich hab speziell darüber einen Aufsatz geschrieben, der für einen Vortrag verknappt und aus diesen Fragmenten gefiltert wurde (sie sind untereinander verlinkt und kommen teils zu einander widersprechenden Ergebnissen). Surfen Sie einfach ein wenig durch die Rubriken.
In einem >>Interview sagt Reinhold Messner: "Ja, es geht alles in Richtung Lokales, es ist nicht mehr ein Spiel zwischen den besten Leuten der Welt."
Wenn Begriffe wie Literatur und Dichtung aus dem ästhetischen Zusammenhang Kunst in eine Umgebung von "Wer bastelt mit" gezogen werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Verformung zur "Lokalberichterstattung" groß. Und suggeriert, dass kein künstlerisches Werkzeug notwendig, sondern der geeignete Ratgeber ausreichend sei.
Umgekehrt bedeutet es aber n i c h t, dass ein Dichter (ich nehme dieses Wort, weil es mir das liebste ist) sich nicht der beschriebene Techniken bedienen könne, die selbstverständlich die Wechselwirkung mit Lesern und Bloggern inkludiert, ohne sich aus dem ursprünglichen Raum der Kunst zu entfernen.
Eine s o l c h e Netzwerkstatt ist aber nicht mit der eines Rembrandt zu vergleichen, wo irgendwann nicht mehr erkennbar ist, wessen Werk man vor Augen hat. Aber das Mitverfolgen von Auseinandersetzungen ist eine lohnende Zeitverwendung. Ganz ohne sch.
werte Conalma, wenn die Auseinandersetzung auch eine Zusammensetzung beinhaltet. Und da habe ich im Netz noch nicht viel gefunden, was wirklich lohnenswert wäre. Bei dpr haben wir einige Male über den Krimi diskutiert, das fand ich sehr lohnend. Aber sonst bleibt es meist bei irgendwelchen G'schichtlen, die man sich erzählt. Das ist sowieso nicht meine Welt. Ich lese sie manchmal ganz gerne, aber ich erzähle keine. (Wie man hier auf dem Blog auch sieht.) Ich bekomme durch die Geschichten manchmal Anstöße, über mich nachzudenken und Geschichten zu entdecken, aber sie sind mir allesamt zu privat, als dass ich sie wiedergäbe. Da bleibe ich lieber bei meinen "Fundsachen". (Und allzuviel ist mir zu dumm, zu unausgegoren, zu hingerotzt, zu unreflektiert. Da antworte ich gar nicht erst.)
Mit der Einlesezeit ist das eben so eine Sache, da bin ich wieder bei meiner Zeitfressertheorie. Und ich habe schon so viel Bücher da herumliegen, die ich noch lesen wollte, und dann die alten, die ich nochmal lesen wollte, und dann noch mein Berufsleben und mein Privatleben außerhalb der Bücher....
Aber an einer Werkstatt will ich gar nicht teilnehmen. Ich will ein fertiges Buch lesen, von vorne bis hinten. Oder wenn ich lektoriere, dann will ich das auch ernsthaft tun, und dazu habe ich noch keine Einladung eines Autoren bekommen. Und auch das kann und will ich nur, wenn der Autor meint, er sei fertig. (Mache ich oft, bin recht streng.) Ja genau, das ist es: Ich will nicht "mit"schreiben. Das würde ich nur bei guten Freunden, sehr guten Freunden machen.
Es hat allerdings auch Schreiberteams gegeben, die es geschafft haben, gemeinsam etwas zustande zu bringen. Tankred Dorst und Ursula Ehler (ich weiß aber nicht, wie viel sie dazu beiträgt), Fruttero und Lucentini, Sjöwall und Wahlöö fallen mir ein.
Du kannst ja doch selber schreiben! ;-)
Aber sicher, Deine Argumente sind ok - es gibt B ü c h e r. Und es gibt zu viele Pseudoblogs. Und es braucht Zeit, die "guten" zu finden. Und die wenigsten haben Werkstättencharakter (was wiederum das Zitat aus dem Buch in Frage stellt). Deshalb bleib ich ja auch bei dem einen, der ist mir wie ein Spiegel.
Hab ja auch noch Arbeit sonst und Kinder.
Aber die Sache mit Work in progress, die Transparenz, das Miterleben: eine unschätzbare Fülle an Lernstoff!
Versuchen Sie's mal mit meinem.
Tatsächlich l ä ß t sich da an der Werkstatt teilnehmen, auch kommentierend, und nicht selten gingen solche Kommentare in den Text selber ein. In theoretische Überlegungen sowieso. Ich hab speziell darüber einen Aufsatz geschrieben, der für einen Vortrag verknappt und aus diesen Fragmenten gefiltert wurde (sie sind untereinander verlinkt und kommen teils zu einander widersprechenden Ergebnissen). Surfen Sie einfach ein wenig durch die Rubriken.
Die Dominanz des Lokalen/Jedem sein Künstchen
Wenn Begriffe wie Literatur und Dichtung aus dem ästhetischen Zusammenhang Kunst in eine Umgebung von "Wer bastelt mit" gezogen werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Verformung zur "Lokalberichterstattung" groß. Und suggeriert, dass kein künstlerisches Werkzeug notwendig, sondern der geeignete Ratgeber ausreichend sei.
Umgekehrt bedeutet es aber n i c h t, dass ein Dichter (ich nehme dieses Wort, weil es mir das liebste ist) sich nicht der beschriebene Techniken bedienen könne, die selbstverständlich die Wechselwirkung mit Lesern und Bloggern inkludiert, ohne sich aus dem ursprünglichen Raum der Kunst zu entfernen.
Eine s o l c h e Netzwerkstatt ist aber nicht mit der eines Rembrandt zu vergleichen, wo irgendwann nicht mehr erkennbar ist, wessen Werk man vor Augen hat. Aber das Mitverfolgen von Auseinandersetzungen ist eine lohnende Zeitverwendung. Ganz ohne sch.
Aber nur,
Mit der Einlesezeit ist das eben so eine Sache, da bin ich wieder bei meiner Zeitfressertheorie. Und ich habe schon so viel Bücher da herumliegen, die ich noch lesen wollte, und dann die alten, die ich nochmal lesen wollte, und dann noch mein Berufsleben und mein Privatleben außerhalb der Bücher....
Aber an einer Werkstatt will ich gar nicht teilnehmen. Ich will ein fertiges Buch lesen, von vorne bis hinten. Oder wenn ich lektoriere, dann will ich das auch ernsthaft tun, und dazu habe ich noch keine Einladung eines Autoren bekommen. Und auch das kann und will ich nur, wenn der Autor meint, er sei fertig. (Mache ich oft, bin recht streng.) Ja genau, das ist es: Ich will nicht "mit"schreiben. Das würde ich nur bei guten Freunden, sehr guten Freunden machen.
Es hat allerdings auch Schreiberteams gegeben, die es geschafft haben, gemeinsam etwas zustande zu bringen. Tankred Dorst und Ursula Ehler (ich weiß aber nicht, wie viel sie dazu beiträgt), Fruttero und Lucentini, Sjöwall und Wahlöö fallen mir ein.
Hei,
Aber sicher, Deine Argumente sind ok - es gibt B ü c h e r. Und es gibt zu viele Pseudoblogs. Und es braucht Zeit, die "guten" zu finden. Und die wenigsten haben Werkstättencharakter (was wiederum das Zitat aus dem Buch in Frage stellt). Deshalb bleib ich ja auch bei dem einen, der ist mir wie ein Spiegel.
Hab ja auch noch Arbeit sonst und Kinder.
Aber die Sache mit Work in progress, die Transparenz, das Miterleben: eine unschätzbare Fülle an Lernstoff!