In der "Welt",
schreibt der Perlentaucher: Aus Anlass der Debatte um Gregor Schneider, der einen Sterbenden ausstellen will, erinnert Uta Baier im Feuilleton an einen anderen Skandalkünstler: Michelangelo, der nachts heimlich Leichen sezierte: "Ein Kunstskandal sondergleichen, an den das Ausstellen eines freiwilligen Toten nicht heran reicht. Doch niemand wendet sich heute angeekelt und empört von Michelangelos 'David' oder der Sixtinischen Kapelle ab, obwohl die Perfektion dieser Kunstwerke auf eben diesem Tabubruch des Sezierens und Kennenlernens des menschlichen Körpers beruht."
Sie vergisst dabei, dass Michelangelo das nicht als Kunst ausgegeben hat. Sondern es war für ihn Voraussetzung für seine Kunst. Das ist doch wohl ein Unterschied.
Immerhin hat Schneider es geschafft, in die Feuilletos zu kommen. Und vielleicht denkt der eine oder andere doch darüber nach. Ob es Kunst, was er da macht, und was er angeblich vorhat (auch zwei unterschiedliche Sachen, denn vielleicht war der Eklat durch die Ankündigung allein ja so geplant und eine reine Werbemaschinerie, die sehr schön gegriffen hat), ob das Kunst ist, bezweifle ich sehr stark.
Sie vergisst dabei, dass Michelangelo das nicht als Kunst ausgegeben hat. Sondern es war für ihn Voraussetzung für seine Kunst. Das ist doch wohl ein Unterschied.
Immerhin hat Schneider es geschafft, in die Feuilletos zu kommen. Und vielleicht denkt der eine oder andere doch darüber nach. Ob es Kunst, was er da macht, und was er angeblich vorhat (auch zwei unterschiedliche Sachen, denn vielleicht war der Eklat durch die Ankündigung allein ja so geplant und eine reine Werbemaschinerie, die sehr schön gegriffen hat), ob das Kunst ist, bezweifle ich sehr stark.
Giorgione - 24. Apr, 09:59