Eine witzige Geschichte

erzählt Bernd. Da gibt es eine Riesenauseinandersetzung in den Blogs von Tess Gerritsen: Das Buch einer Autoren (Herz- und Schmerzliteratur) wird bei Amazon von einer Leserin tendenziell ablehnend besprochen, die Autorin belehrt die Rezensenten, wie sie das Buch hätte lesen sollen und wie gewisse Cachedokumente andeuten, versucht die Autorin über Leser/Fans die Rezensentin in Misskredit zu bringen … wer will, kann es bei Dear Author oder bei GalleyCat nachlesen.

Tess Gerritsen schrieb auf ihrem Blog einen Eintrag über die Geschichte, wobei sie kund tat, dass sie die Sache vielleicht nicht gut heiße, aber die Emotion der Autorin verstünde; ferner schrieb sie den verfänglichen (mittlerweile von ihr abgeänderten) Satz “[...] But her [die Autorin, bk] major foolishness was that she got caught at it.“

Dieses ärgert nun die Leute bei Dear Author, und es entwickelt sich ein Ping Pong Spiel zwischen den Kommentaren bei Dear Author und jenen bei Tess Gerritsen.

Wer Zeit und den richtigen Humor hat, dem kann ich nur empfehlen, sich das anzutun. Musterbeispiel über die Eigendynamik von Kommunikationsproblemen, Missverständnissen, aufkeimenden persönlichen Beleidigungen usw. usf. im Internet: Etwas 400 Kommentare sind hin und her geflogen.
(Korrekturen von mir, GP)

Ja, das kann schnell passieren. Wer schreibt, wer sich persönlich äußert, wird schnell missverstanden. Das ist auch einer der Gründe, warum sich diese törichten Emoticons entwickelten, weil man damit klar machen kann, was man ironisch gemeint hat. Ganz, ganz schnell ist man beleidigt. Mir geht das auch manchmal so, wenn ich nicht weiß, ob dieser oder jener seine beleidigenden Ausdrücke nicht auch ironisch meint. dpr zum Beispiel konnte ich zunächst auch nicht einschätzen, inzwischen schon. (Da weiß ich nämlich, dass er einfach nur verletzend und beleidigend sein will - Ironie aus) Da bin ich nämlich auch ein Sensibelchen. Ebenso wie ich Verrisse an meinen eigenen Büchern nicht leiden kann, sondern darunter leide.

Nur, der Unterschied ist, und auch Bernd gibt diesen hilfreichen Tipp, dass ich nicht sofort, gekränkt wie ich bin, antworte. Sondern vielleicht was schreibe und die Antwort erst mal liegen lasse, bis sich die Kränkung etwas gelegt hat und ich wieder normal denken kann. Mache ich das nicht, wird's ein hübscher Teufelskreis. Und das gibt es ja bei Blog ziemlich häufig. Und auch bei Krimiautorinnen, die sich von negativen Rezensionen und Bemerkungen getroffen fühlen und dann aggressiv zurückbeißen. Zeugt nicht gerade von Überlegung und Souveränität.

Es gibt auch Foren, wo das ganz schnell passiert. Da sind dann immer ein paar Leute, die alles ganz genau und immer besser wissen. Trolle, die man nicht füttern sollte. Am besten ist es, man sperrt sie einfach.

Das andere aber ist, dass man doch einfach - und das ist ein hilfreicher Hinweis für alle Autorinnen - mal etwas genauer schreiben sollte. Schließlich ist das doch das Handwerkszeug eines Autoren, die schriftliche Äußerung. Und das sollte man beherrschen. Oder?

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Sage ja niemand, dass...
Aber ein wenig Abbitte darf man leisten. " ... in...
bernd (anonym) - 6. Okt, 10:16
Ich habe eine neue Idee...
die mir recht stimmig erscheint: Die Katholiken (inkl....
Giorgione - 5. Okt, 23:29
Ich meine, der Satz mit...
oder eine ähnliche Bezeichnungen ist 20 Jahre...
bernd (anonym) - 4. Okt, 19:17
* kann eben
alles. Außer Schwäbisch.
Giorgione - 4. Okt, 15:10
von den feuchtgebieten,...
gibt es eine theaterinszenierung in halle, die ganz...
Anobella - 4. Okt, 10:38
Eben.
"Feuchtgebiete"... Need I say more?
Giorgione - 4. Okt, 07:37
*studiert die bestsellerlisten
fippy (anonym) - 4. Okt, 01:51
Kalauernder Karlsruher,...
Stör mich nicht, wenn ich wichtige Wahrheiten...
dpr (anonym) - 2. Okt, 16:48

Lesebefehl (-empfehlung)

Schmidt liest Proust. Verlag Voland & Quist --------------------------------------------- Alice Schmidt: Tagebuch aus dem Jahr 1955. Suhrkamp Verlag // und als Ergänzung und überhaupt unverzichtbar: Josef Huerkamp: Der Landschafter auf der Höhe. Neisse Verlag --------------------------------------------- Judith Kuckart: Die Verdächtige. Dumont --------------------------------------------- Schreibheft 69: Ezra Pound im St. Elizabeth's Hospital für kriminelle Geisteskranke. --------------------------------------------- Dieter Paul & Rudolf: Menschenfreunde. Shayol Verlag --------------------------------------------- Watching the detectives. Die Krimzeitschrift als pdf. 4 Ausgaben sind "lieferbar"

Counter 2

Haftungshinweis

Für alle externen Links übernehme ich keine Verantwortung und keine Haftung.

Suche

 

Status

Online seit 857 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 6. Okt, 10:16

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB


Gelesenes
Gelistetes
Kriminales
Literarisches
Neugekommenes
Rezensiertes
Zitiertes
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren