Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Yürgen und Lilo im Land der Mitte

Wenn ein Buch „Keine Gnade“ heißt, und im Untertitel „Leben und Lernen bei den Kampfkunstmönchen auf dem Wudangshan“, dann weiß man doch, was einen erwartet: Tagelanges hartes Training, stundenlanges knochenerweichendes Stehen im Mabu (Pferdestand), sich wochenlang durchbeißen durch die rauhen Methoden der brutalen Meister, nicht abschrecken lassen von den todesnahen, knieschreckenden, gemütsbelastenden, schweißtreibenden, abstumpfenden Praktiken dieser Chinesen, die „richtige Männer“ aus einem machen wollen, bis man aussieht und loskloppt wie Jet Li oder Michelle Yeoh. Mindestens.

Und dann kommt alles ganz anders. Denn das Buch von Lilo Ambach (impersonating Michelle Yeoh) und Yürgen Oster (Jet Li) ist ganz anders. Seit Jahren fahren sie von Mainz, wo sie in der Kampfkunstschule „Weißer Kranich“ lehren, lernen und üben, ins Wudang-Gebirge, um dort, an der Quelle des Taijiquan, zu lernen. Seit einiger Zeit veröffentlichen sie im Internet ihre Reiseberichte (http://wudang-dao.blogspot.com), jetzt haben sie sie endlich einmal als Buch gesammelt.

Natürlich trainieren sie lange und konsequent, sie wollen ja schließlich was lernen, sei es Bagua zhang oder Taijiquan, Schwert- oder Fuchen-Form (das ist dieser Fliegenwedel daoistischer Mönche). Natürlich haben sie auch mit dem Wetter und der chinesischen Bürokratie und Mentalität zu kämpfen. Und der Sprache, denn am Anfang sprachen sie beide nicht so besonders gut Chinesisch. Das hat sich jetzt schon etwas geändert, aber über die Verhaltensweisen der Chinesen staunen sie doch immer noch etwas.

Insgesamt aber scheint der Aufenthalt auf dem Wudangshan doch mehr wie ein Sporturlaub zu sein. Viel Spaß scheint es Lilo und Yürgen zu machen (warum er Yürgen und nicht Jürgen heißt? Lest das Buch!). Manchmal auch nach dem Motto: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, wie Lilo erzählt: „Guan fordert uns zu einer Partner-Übung auf, bei der es darum gehet, Rücken an rücken den Partner an den Armen übers Kreuz zu ziehen. Viktoria setzt an, ich spüre nur noch einen stechenden Schmerz in der Schulter, dann nur noch schwarz. Offensichtlich hat sich in dem schmalen Nerven-Kanälchen irgendetwas verklemmt, es tut höllisch weh, und das lasse ich meine Umwelt auch wissen. Nein, ich schreie nicht, ich heule auch nicht, verliere nur schlagartig alle Farbe aus dem Gesicht, wie Daisy später beeindruckt erzählt.“ Natürlich wird sie sofort umsorgt, Akupunkturpunkte werden gedrückt. Ihr Fazit: „Weiter im Programm. Bin ja nicht aus Zucker. Besonders nicht, wenn alle kucken.“

Oder der kleine „Spaziergang“ zum Wulonggong, dem Palast der 5 Drachen, dem ältesten Tempel in Wudangshan: „Wir haben (heute weiss ich ‚Gottseidank’) den Weg nicht gefunden, aber unser Lehrer Guan hat uns versprochen, beim nächsten Mal mit uns dorthin zu gehen. Das nächste Mal war vorgestern.“ Lilo schreibt: „Wir müssen – wenn ich Zhong richtig verstanden habe – erst unseren ‚Hausberg’ hochklettern, dann auf der anderen Seite ganz runter ins Tal, dann brauchen wir nur auf der anderen Seite wieder rauf zu laufen, und schon sind wir da.“ Aber so einfach ist das natürlich alles nicht, es herrschen schweißtreibende Temperaturen, und acht Stunden Gewaltmarsch „kreuz und quer, bergauf und bergab“ und 35 Kilometer später gibt es „das Beste Bier der Welt und hinterher noch ein Eis.“

Oder der Bericht über den Gang auf den „Golden Top“, wo sich Yürgen verläuft und nachfragt und verläuft und genau da rauskommt, wo Zhang Chenyang aus der Nudelbude tritt und „wo man normalerweise gar nicht rauszukommen hat“. Aber: „Ich hab mir dann das volle Programm gegeben, alle Tempel mit allen Verbeugungen und auch noch rauf zum goldenen Tempel ganz oben, wo gerade eine Familie verzweifelt versuchte, ihren wohl verblödeten Sohn zum Kotau zu bewegen. War nix zu machen, wollte er nicht. Ich hatte inzwischen soviel Pilgeradrenalin in mir, dass ich mich auch noch für den weiteren und beschwerlicheren Rückweg durch die drei Himmelstore entschied.(…) Fazit: Einmal im Jahr kann man sich sowas antun, es gibt immer was zu büßen oder erbitten und ist letztlich gesünder, als nur ein paar Kerzen anzuzünden.“

Abenteuerurlaub in Wudangshan. Mit viel anstrengendem und manchmal frustrierendem Training: Man kann am Beginn des Aufenthalts sagen, was man lernen will, Taijiquan, Qigong oder etwa das inzwischen schon legendäre „Zöhkeln“, nach dem Yürgen Oster seinen neuen Spitznamen „Zöhkel“ bekommen hat – gemeint ist das Kreisgehen des Bagua zhang, auf English „circle“ und auf Chinenglisch eben „zöhkel“. Wo er dann tagelang auf einem Korridor im Kreis lief – manchmal kam sogar ein Meister vorbei und guckte nach, was er macht. Oder Lilos Bericht über den Mabu: „Die Beine werden bei dieser Stellung weit überschulterbreit auseinandergesetzt und dann geht es tief in die Hocke. Aus dieser Grundstellung heraus üben wir erst einmal Fauststöße. Zum Warmwerden bei gefühlten 40 Grad im Schatten (wenn es denn welchen gäbe…) erstmal 50 Stück. Immer wieder wird unsere Haltung korrigiert, der Leiter der Akademie, Meister Zhong, lässt es sich nicht nehmen, an uns herumzubiegen, während wir regungslos in mabu mit gestreckter Faust verharren.“ Einen Tag später schreibt sie: Nach dem frühmorgendlichen Qigong „übe ich alle Handformen, die ich hier gelernt habe und erfreue mich daran, wie lebendig sich mein Körper anfühlt. Klingt viel netter als höllischer Muskelkater. Ich lag ziemlich richtig mit meiner gestrigen Einschätzung, was mir heute wahrscheinlich alles wehtun würde, und das ist ja auch was wert.“

Und dennoch merkt man aus jeder Seite dieser Reiseberichte, dass es Spaß macht, dort zu sein. Dass es „etwas bringt“, dass es manchmal sogar das Leben ist, das sie sich wünschen. Mit meist milder, manchmal auch wilder Ironie erzählen sie lebendig und anschaulich von den kleinen Wechselfällen, den sanitären Anlagen, denen man dieses Adjektiv manchmal nicht beilegen möchte, den Unfällen und Krankheiten, die ihnen ebenso begegnen wie den Meistern und Weisen und Einsiedlern. Den wachsenden Tourismusströmen und den lauten Baumaßnahmen, die auch Wudangshan verändern werden.

Es ist ein schönes Buch, und vielleicht bin ich dann ja auch mal dabei. Soooo teuer ist der Aufenthalt gar nicht. Lust hätte ich schon. Nach diesem Buch sowieso. (Und warum heißt es „Keine Gnade“? Da geht es ums Fotografiertwerden. Da kennen die Chinesen nämlich auch keine, wenn es darum geht, eine Langnase in Wushu-Kluft zu fotografieren.) Und im Internet geht es weiter mit den Reiseberichten. Hier.
Xiaomo - 8. Jul, 11:30

So einen langen Artikel

habe ich bei dir ja noch nie gelesen - muss dich schwer beeindruckt haben, das Buch da. Muss man wohl kaufen...

Giorgione - 8. Jul, 13:48

Muss man.

Koscht ja auch nicht viel. Und ich werde erst wieder so etwas langes schreiben, wenn die beiden Autoren wieder ein Buch schreiiben. Was hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt.
Xiaomo - 8. Jul, 14:41

Na,

so wie die beiden faulen Säcke kenne, wird's wohl noch einen Moment dauern...
Giorgione - 8. Jul, 17:28

Na, na, na...

* haut auf die Finger

Säckchen, wenn schon.
konfusius (Gast) - 9. Jul, 00:19

habe das Buch gelesen

es ist alles wahr

errorking - 15. Jul, 00:32

schmerztraining ist ja wohl ein oft gar nicht harmloser schwachsinn

denn ich ging einmal durch den englischen garten(wahre episode!), da fiel ein kleines kind vom rad ,weinte und der vater regte keine miene, sondern ging weiter und sagte : ein indianer kennt keinen schmerz.
da sagte der winzige sohn zu ihm: ich wünsche dir, dass du blutig daliegst, damit du siehst, was schmerz ist.

die mutter sagte darauf etwas baff: aber, aber........

kommentar
ich mir spar......
Giorgione - 15. Jul, 12:23

Die trainieren ja nicht extra

die Schmerzen auszuhalten, sondern der Schmerz kommt einfach sowieso, weil wir alle so verspannt sind, dass Entspannung manchmal nur unter Schmerzen möglich ist. Ich habe für Taijiquan und Qigong mal den Begriff "Zwangsentspannung" geprägt (Copyright). Wir sind halt so. Aber das kann man ändern. Dauert nur sehr lange.
errorking - 15. Jul, 14:37

vielleicht sollte ich mich vorstellen

bin fast 40 jahre als asiatika-experte (9 jahre japan)kenner der asiat. szene (war mit steven seagal kurz befreundet und in osaka aikido trainiert), bin ergodessen sehr skeptisch gegenüber tolle meisterstories, erleuchtungen, sowie augen zu und durch methoden. gerade der kern von qigong ist doch das gegenteil: das unsensationelle, das profane und sanfte. befreundete sportler, die die physischen anforderungen machomässig übertrieben haben, sind am sportlerherz gestorben.
wahre entspannung (geistig und körperlich)ist meiner erfahrung nach nicht mit schmerzen sondern mit langem lernen von atmen und bewegen sowie vertrauen, loslassen und geduld zu tun.

am anfang steht immer die geistige entspannung(und zwar nicht die momentane z.b. in der meditation, sondern die andauernde angstlose und lockere lebensschau). was meinst du?
Giorgione - 15. Jul, 15:32

Genau, genau, genau, genau.

Dann habe ich mich nur falsch ausgedrückt. Ganz genau. Trotzdem tut's manchmal weh und man macht trotzdem mal weiter, weil man weiß, dass es einem gut tut. Und manchmal ist der Schmerz seelisch und tut weh und gut zugleich.

Tolle Meisterstories erzählen die beiden nicht, Erleuchtungen kommen nur vor, wenn der Strom in Wudangshan plötzlich wieder da ist, und Augenzuunddurch kommt gar nicht vor, es sei denn, es geht um das genüssliche Bierchen, das man mit geschlossenen Augen viel besser genießen kann. Das ist alles schon (selbst)ironisch gebrochen und schön geschrieben.

Allerdings stehe ich jetzt zwischen dir und Yürgen&Lilo. Vielleicht sagt ihr mal was dazu...
Giorgione - 15. Jul, 15:35

Übrigens kommt

bei deinem Link nur: 404 not found...
errorking - 15. Jul, 15:43

gib ins google nur das wort "errorland" ein. dort wohn ich.
Giorgione - 15. Jul, 16:59

Danke.

Gleich markiert.
Lilo (Gast) - 15. Jul, 20:34

inwiefern

stehst du zwischen Yürgen und mir? Ich sehe da ehrlich gesagt wenig widersprüchliches...ich kann nicht erkennen wer das Gerücht aufgebracht hat, wir würden Schmerzen um der Schmerzen Willen suchen - das steht so weder im Buch noch in deiner Besprechung, Georg. Und wer das Buch tatsächlich gelesen hat, weiss auch, dass wir mit solchem Blödsinn überhaupt nichts am Hut haben. Ich trainiere, weil es Spaß macht und mir gut tut und wenn ich viel trainiere, kriege ich auch mal Muskelkater. So einfach ist das.
errorking - 15. Jul, 22:10

einige gedanken

wenn sich amateure "zum spass" einmal hie und da eine qual antun ...nur um des abenteuers willen, so ist das begreiflich. ich habe auch in meiner jugend vor bahnhöfen, in verschimmelten zimmern auf verwanzten betten geschlafen, gewalttouren gemacht, wüstenhitze ertragen,seltsame dinge gegessen, absurde trainings durchlaufen.
abhärtung ist kein wert, man hat dann zwar für einige zeit weniger angst, fühlt sich überlegen,doch man vergisst sehr bald die erlittenen torturen... gebracht hat mir also das ganze für mein leben wenig, ausser, dass ich in gefahr war. freunde von mir sind im hochgebirge tödlich verunglückt, nach einem ironman-bewerb gestorben, ein anderer freund hat einfach bei einer verpflichtenden
eiskalten morgendusche vor dem härtetraining einen tödlichen herzinfarkt erlitten.
legionen von meditationssüchtigen europäern haben wegen des meditationssitzens mit ihren ungeübten langen beinen trombose erlitten, nicht zu vergessen die jugendlichen jiu jitsu mädchen , die glaubten unverwundbar zu sein.
die profis, denen man nacheifern möchte, machen das ganze nämlich schon seit ihrer jugend. wehe dem ungeübten, der auch nur 10% des programms auf sich nehmen will.

ausserdem läuft man immer gefahr von nicht wirklich reifen meistern angeleitet zu werden. haltet euch fest: reifer, wahrer meister ist vielleicht nur 1 von 100!
die andern "meister" sind alle entweder bigott(der zentempel um die ecke wo ich wohnte, über dessen mauer die mönche in bars und bordelle schleichen) oder wegen absurder überhärte und dummheit nicht reif zu lehren(siehe die verletzten und todesfälle beim jap. sumo).
und dann sind noch die kasperln: die meister, die nur mit tricks arbeiten (kannte einen iaido-meister der die ausstrahlung eines erleuchteten ruhepols haben wollte, aber der gleichzeitig kettenraucher war und tagtäglich mit seiner frau streit hatte).
steven hat es ehrlich gemacht, er hat alles meistergetue zum müll geworfen und ist action-filmstar geworden.

natürlich ist mir klar, dass die faszination der abenteuer vor allem in den asiat. , romantischen meditations- und kampfwelt gross ist. man verfällt ihr. ich rate aber zur reduzierung.
man bedenke jedoch, dass immer nur die überlebenden von ihren tollen erlebnissen berichten können-die toten bleiben stumm.
wer sinnvolle abenteuer erleben will soll sich einem hilfskonvoi nach haiti anschliessen oder als entwicklungshelfer in aidsgebiete afrikas gehen.
oster (Gast) - 16. Jul, 00:03

der Herr Erdoking

bitte, sollte das Buch lesen, von dem die Rede ist, statt in einem fort an der Sache, um die es uns geht, achwo, es geht uns um gar keine Sache, also er soll nicht an der Sache, um die es uns nicht geht, bitte nicht weiter dran vorbeireden.
Ich würde ihm im Prinzip sogar in allen Punkten recht geben, wenn es denn Punkte wären. Ehrlich gesagt, ich glaube, der Herr Erdoking will sich nicht mit uns oder unserem Buch auseinandersetzen, der liest sich nur gern schreiben. So kommt's mir vor.
Giorgione - 16. Jul, 01:58

Li(ebe Li)lo,

dazwischen insofern, als ich ihm etwas zu erklären versuchte, was ihr geschrieben habt. Aber Meister Yürgen hat ja jetzt schon geantwortet...
errorking - 16. Jul, 08:31

tut mir leid

hab oben bei den auszügen von "stechenden schmerzen, höllisch weh, gewaltmärschen bei unerträglichen temperaturen" usw. gelesen. auch das es ein abenteuerurlaub war...dass ein auszug immer eine gewissen ungleichgewichtung erzeugt, ist mir klar.
ich habe auch nicht gegen schmerzen an sich argumentiert, sondern über die gefahren des mittuns bei profiübungen von ungeübten touristen bei eben solchen abenteuerurlauben.
dass ich an dem buch vorbeigeredet habe, ist natürlich trotzdem durchaus möglich und deshalb will ich die aufforderung zum schweigen (obwohls für mich schmerzhaft ist) befolgen.
Giorgione - 16. Jul, 08:46

Es ist aber

auch nicht zwingend notwendig, zu tun, was Yürgen verlangt. Nein, nein. Weiterreden ist erlaubt. Wie schon Wittgenstein gesagt hat: "Wenn man schon nicht reden kann, soll man wenigstens nicht schweigen." Also: weiter so.

Ich find's auf jeden Fall interessant, wie *meine* Äußerungen auch verstanden wurden. Lernt man immer sehr dazu, wenn Leser das mal schreiben. Vielen Dank also dafür.
errorking - 16. Jul, 09:12

gerne folge ich der schmerzbefreienden wiedereingliederung in die debatte.
Lilo (Gast) - 16. Jul, 10:28

Lieber Georg,

Weiterreden mag erlaubt sein (warum auch nicht) - allerdings dann bitte nur auf Basis deines Artikels - weil: den haben nun wirklich alle hier versammelten Diskutanten gelesen...über das Buch können wir dann reden, wenn es alle auch gelesen haben (warum eigentlich nicht: es tut doch gar nicht weh!)
Giorgione - 16. Jul, 10:46

Und was noch besser ist:

Es erhöht den Absatz! ;-)

Und das Weiterreden verbieten: Das machen wir lieber mit Yürgen, der sich sowieso nicht daran hält, was auch gut so ist.

Ja, gerne, über meinen Artikel. Ist er wirklich so mehrfachverständlich? Ich kann'S nicht beurteilen - ich habe ihn schließlich geschrieben. Da geht man bei jedem Wort und jedem Satz aus, dass man doch versteht, was gemeint ist. Was oft ein Irrtum ist.

Allerdings habe ich z.B. erwähnt, dass ihr keine Kampfamateure und Anfänger seid, sondern doch schon ein Weilchen in Mainz an Taijiquan und ähnlichem herummurkelt und seit Jahren nach China zum Trainieren fahrt... Vielleicht sollte der König des Irrtums mal sagen, wie er auf seine Interpretation kommt. Dann wird's bestimmt klarer.
errorking - 16. Jul, 13:07

weder sport noch spiritualismus

wenn man als europäer asiat. kampfszene oder deren abwandlungen betreibt, dann ist man immer amateur. der ansatz zu diesen hobbys ist in europa sport und spiritualismus.
in asien ist es keins von beiden. es ist auch kein hobby. es ist tradition, so wie wir hier in europa stierkämpfer und segelflieger haben.
man macht sich auch keine gedanken darüber, man analysiert nicht ,was es wirklich ist: denn man hat es im blut.
das ist die gefahr der europäer-sie glauben seit der colonisation , alles "konsumieren" zu können....das zeigt auch die passage mit dem gewaltmarsch und dem bier. so lustig das auch klingt...ich kenne die "lässige", gutgelaunte, über allem stehende kungfu-gesellschaft hier in europa sehr gut- trotz aller kopfwestler "analysen hat niemand nur den funken einer ahnung, wie gefährlich halb spassiges u. glchztg. überzogenes training (und das klang bei den berichten sehr wohl heraus) für den ortsfremden sein kann. nur das wollte ich mitteilen, um manchen leser hier zu warnen. auch kaum ein unterschied zwischen einem"geübten" und weniger geübten europäers.. zum übenden in asien, wo man in der kindheit beginnt, genetisch, körperbaumäßig, sprachlich, methodisch und ernährungstechnisch auf einem and. niveau ist.
falls hier im blog nur geplant war, dass autoren und blogchef eine buchdiskussion führen, so bitte ich abermals um verzeihung.
Oster (Gast) - 16. Jul, 23:27

wenn ich gestern

den "Namen" richtig gelesen hätte, dann hätte ich mir den ganzen Sermon gespart.
ERRORKING - alles klar mein Junge, mach weiter so.

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A.L. Kennedy: Was wird Wagenbach Verlag --------------------------------------------- Shaun Tan: Die Fundsache. Carlsen Verlag --------------------------------------------- Christian Geißler: Wird Zeit, dass wir leben. Rotbuch Verlag. vergriffen --------------------------------------------- Yijing. Übers. von Gia Fu Feng. Theseus Verlag. vergriffen

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